Leistungen

Hausarztverträge

Patienten, die in der Barmer oder der AOK Sachsen versichert sind, können ab dem 01.03.2005 an einem Hausarztvertrag („Vertrag zur integrierten Versorgung“) teilnehmen. Hier ist geregelt, dass der Hausarzt die Behandlung seiner Patienten koordiniert   und eng mit der sogenannten »Hausapotheke«, die sich der Patient frei wählen kann, zusammenarbeitet. Für die Aufnahme in einen Vertrag ist die Einschreibung beim Hausarzt notwendig.

Disease Management Programme (DMP) Diabetes und koronare Herzkrankheit 
Analog zu dem bereits etablierten Programm für Diabetiker gibt es seit 01.01.2005 ein Programm (DMP) für Patienten mit koronarer Herzkrankheit.  
Folgendes soll damit erreicht werden:
  • bessere Aufklärung des Patienten über die Erkrankung (Schulungsangebote) 
  • regelmäßige, standardisierte Kontrolluntersuchungen; z.B. Blutwerte; Blutdruck 
  • bessere Zusammenarbeit von Hausärzten und Fachärzten (Informationsaustausch)
Damit werden die gefährlichen, weit verbreiteten Risikofaktoren wie Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen,Übergewicht und Bewegungsmangel positiv beeinflusst. Auch hier ist eine Einschreibung beim Haus- oder Facharzt notwendig. Wir beraten Sie gern!

Langzeitblutdruckmessung

Bei der Langzeitblutdruckmessung erfolgen die Messungen automatisch in regelmäßigen Abständen. Am Tage misst das Gerät aller 15 Minuten, in der Nacht aller 30 Minuten. So wird ein Tages- und Nachtprofil aufgezeichnet. Dies ist wesentlich aussagefähiger als es einzelne Blutdruckmessungen sind. Die Langzeitblutdruckmessung ist risikolos, allenfalls etwas störend, z. B. bei den Messungen in der Nacht. Bei folgenden Fragestellungen ist die Untersuchung sinnvoll:
  • Verdacht auf sogenannten »Praxishochdruck«, d.h. höhere Blutdruckwerte bei Messung in der Arztpraxis
    infolge Aufregung und ungewohnter Situation
  • Verlaufskontrolle bei medikamentöser Behandlung
  • Verdacht auf gestörten Tag-Nacht-Rhythmus (normalerweise ist der Blutdruck während des Nachtschlafes niedriger)
Wie erfolgt die Untersuchung? Es wird ähnlich wie bei einer normalen Blutdruckmessung eine Manschette am Oberarm angelegt, die bis zum nächsten Morgen dort getragen wird. Mit einem dünnen Schlauch erfolgt die Verbindung zum Messgerät (s. Abbildung), das am Gürtel getragen wird.

Lungenfunktionsprüfung

Die Aufzeichnung der Lungenfunktion mit der sogenannten Spirometrie ist eine Basismethode zur Untersuchung von Lungenerkrankungen. Dabei werden eine Vielzahl von Messwerten und eine graphische Darstellung aufgezeichnet. Das dazu verwendete Gerät wird als Spirometer bezeichnet. Folgende Fragen sollen damit beantwortet werden:
  • besteht ein Asthma oder eine andere Lungenerkrankung, mit welchem Schweregrad
  • wie ist die Wirkung eingesetzter Medikamente
  • wie ist der Verlauf der Erkrankung
Untersuchungsablauf: Der Patient atmet über ein Mundstück ein und aus. Das Mündstück ist über ein Kabel mit dem Spirometer verbunden. Die Untersuchung ist für den Patienten ohne Risiko. Bei der Durchführung der Untersuchung ist eine sehr gute Mitarbeit des Patienten besonders wichtig. Um die verschiedenen Messwerte genau erfassen zu können gibt die Arzthelferin genaue Hinweise was zu tun ist.

Akupunktur

Was ist Akupunktur? Die Anfänge der Akupunktur liegen einige 1000 Jahre zurück in China. Aus den Beobachtungen und Erfahrungen
der alten chinesischen Ärzte hat sich eine eigenständige medizinische Methode entwickelt. Die Akupunktur wirkt schmerzlindernd und beruhigend, kann aber auch aktivieren, z. B. bei Lähmungen. Was kann mit Akupunktur behandelt werden? Grundsätzlich nur rückbildungsfähige Erkrankungen. Der Akupunktur zugängliche Krankheiten sind:
  • Kopfschmerzen ( Migräne, Trigeminusneuralgie, Gesichtsschmerzen)
  • Gelenk- und Nervenerkrankungen (Nackenschmerzen, Schulter-Arm-Beschwerden, Ischias, Kreuz-,Knie-,Ellebogen-,Fußschmerzen)
  • Magen-Darm-Beschwerden (Verstopfung,Durchfall, Gallenblasenstörungen)
  • Atemwegserkrankungen (Asthma,Heuschnupfen,Kieferhöhlenentzündungen)
  • Psycho-vegetative Störungen (Erschöpfungszustände, Esssucht, Schlafstörungen)
Nicht mit Akupunktur behandelt werden können alle Erkrankungen mit unklarer Diagnose, Krebsleiden (außer zur Schmerzbehandlung), schwere psychiatrische Störungen und akute Infektionskrankheiten.

Wie verläuft die Behandlung? Wenn Interesse an einer Akupunkturbehandlung besteht, sprechen Sie bitte eine unserer Arzthelferinnen an. Sie erhalten zunächst einen Termin für ein Beratungsgespräch. Hier können Sie Ihre Beschwerden schildern und es wird die Frage erörtert, ob eine Akupunkturbehandlung im konkreten Fall ratsam und günstig sein kann. In der Regel erfolgen 1 - 2 Akupunkturen pro Woche mit einer Dauer von ca. 30 Minuten; insgesamt 10 - 12 Behandlungen. Bitte beachten Sie: Dies ist eine IGEL–Leistung. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dafür keine Kosten.

Impfungen

Es sind Infektionskrankheiten bekannt, die sehr schwer, teilweise lebensgefährlich ablaufen können. Dazu gehören Wundstarrkrampf, Diphtherie und eine ganze Reihe weiterer Krankheiten. Mit einer Impfung können Sie vorbeugen, und sich und andere dagegen schützen. Die Impfungen sind in einem „Impfkalender“ altersentsprechend aufgeführt und gehören zu den von der Sächsischen Impfkommission öffentlich empfohlenen Impfungen. Sie werden überwiegend sehr gut vertragen. In seltenen Fällen können Nebenwirkungen auftreten, über die Sie informiert sein müssen, bevor Sie eine Impfung in Anspruch nehmen.

Gern überprüfen wir Ihren Impfschutz und beantworten ihnen alle Fragen rund um das Impfen. Sie erhalten bei uns den international anerkannten Impfausweis.

IGEL (Selbstzahlerleistungen)

Sie wollen mehr für Ihre Gesundheit tun? Die 1998 von den ärztlichen Berufsverbänden eingeführte »IGEL-Liste« enthält: Individuelle - Gesundheits - Leistungen

Aus medizinischer Sicht gibt es Leistungen, die über das „Notwendige“ hinaus sinnvoll sind, von den gesetzlichen Krankenkassen aber nicht übernommen werden. Wir kennen Behandlungen, die neben einer guten Wirksamkeit auch besonders gut verträglich sind, wie z.B. die Akupunktur oder eine Vitaminkur. So können Sie mehr für Ihre Gesundheit tun. Außerdem möchten wir Ihnen Vorsorgeuntersuchungen und Beratungen empfehlen. Denken Sie z. B. an Schutzimpfungen und Malariaprophylaxe vor einer Reise in ferne Länder oder an Laboruntersuchungen wie die Bestimmung der Blutgruppe oder die Krebsuntersuchung für Männer. Wir bieten Ihnen gern „IGEL – Leistungen“ an, von denen wir auch selbst überzeugt sind.

Laborcheck

Zur Ergänzung Ihrer Gesundheitsuntersuchung empfehlen wir Ihnen die zusätzliche Bestimmung der wichtigsten Blutwerte. Sie erfahren, wie hoch Ihre Leber-, Nieren-, Gicht,- und Fettwerte sind. Die Blutfette spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Arteriosklerose und deren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Am bekanntesten ist das Cholesterin. Davon gibt es zwei Sorten. Die gute Sorte - HDL genannt, übt einen schützenden Effekt auf die Blutgefäße des Körpers aus. Das schlechte Cholesterin nennt man LDL. Das LDL ist hauptsächlich für die Verkalkung der Adern verantwortlich. Daneben gibt es noch ein zweites Fett im Blut, die Triglyceride.

Blutabnahme/Bestimmung von:
  • Gamma-GT, GOT (Leberwerte)
  • Harnsäure (Suchtest für Gicht)
  • Kreatinin (Nierenwert)
  • Cholesterin, HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin, Triglyceride (Blutfettwerte)
Die Blutwerte werden mit Ihnen ausführlich besprochen und ausgewertet. Es gibt die Möglichkeit, weitere interessante Untersuchungen, wie z. B. den Früherkennungstest für Prostatakrebs (PSA-Wert), Bestimmung der Blutgruppe und andere, durchzuführen. Bitte beachten Sie: Dies ist eine IGEL–Leistung. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dafür keine Kosten.

Weiterbildung und Qualität

Das oberste Ziel aller Mitarbeiter der Gemeinschaftspraxis ist die im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Möglichkeiten bestmögliche erreichbare Betreuung und Versorgung kranker Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht und sozialer Stellung. Deshalb besuchen wir, Ärzte und Arzthelferinnen, regelmäßig Fortbildungen und versuchen neue Erkenntnisse schnell in der Praxis umzusetzen. Wir führen z.Z. eine Qualitätsmanagementsystem für unsere Praxis ein und streben eine Zertifizierung an.

Schöner Urlaub - Reisemedizinische Beratung

Jedes Jahr verbringen viele Menschen Ihren Urlaub in fernen Ländern. Andere Länder andere Sitten und auch andere Krankheiten! Im Allgemeinen werden die gesundheitlichen Risiken, vor allem die in tropischen oder subtropischen Gebieten unserer Erde stark unterschätzt.

Malaria, Hepatitis, Dengue-Fieber, Bilharziose, - nur eine kleine Auswahl aus einer Vielzahl von teilweise lebensgefährlichen Erkrankungen, die auf den unwissenden Urlauber lauern. So sterben jedes Jahr mehrere Patienten in Deutschland an einer mitgebrachten Malaria, weil sie ohne medikamentöse Vorbeugung in einem Malaria-Hochrisikogebiete unterwegs waren. Wer eine Reise plant, sollte sich deshalb rechtzeitig vorher über mögliche Risiken und Verhaltensweisen informieren und empfehlenswerte Impfungen durchführen lassen. Von den Einreiseländern werden Impfungen nur selten gefordert.

Die Kosten für die sogenannten »Reiseimpfungen« oder Malariamedikamente werden jedoch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dies muss bei der Reiseplanung berücksichtigt werden.

Nach Absolvierung einer Weiterbildung in Reise- und Tropenmedizin können wir eine Reisemedizinische Beratung anbieten. Dabei unterstützt uns ein spezielles Computerprogramm. Sie erhalten:
  • Merkblätter (Reiseapotheke, Reisedurchfall, Thrombose- und Malariavorbeugung)
  • Medizinische Länderdaten (Malariamedikamente, Impfungen, besondere Risiken)
  • Adressen und Telefonnummern für den Notfall (z.B. Botschaft, medizinische Hilfe)
  • Durchführung von Reiseimpfungen, Verordnung von Malariamedikamenten
Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen Urlaub! Bitte beachten Sie: Dies ist eine IGEL–Leistung. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen dafür keine Kosten.

Empfehlung zur Ausstattung einer »Reiseapotheke«

Gut beraten ist, wer eine gutbestückte Reiseapotheke im Koffer hat, wenn es in den Urlaub geht. Doch was gehört dort hinein? Der Inhalt richtet sich nach der Art der Reise (Hotelurlaub, Rucksacktourist), danach, ob Kinder mit auf Reisen gehen und ob Erkrankungen bereits bekannt sind (z. B. Diabetes). Um nichts zu vergessen, ist eine kleine Check-Liste hilfreich, die man vor Antritt der Reise »abarbeitet«:
  • Medikamente, die auch zu Hause eingenommen werden müssen ( z.B. Insulin, Blutdruckmittel, Pille?)
  • Schmerz-/Fiebermittel- z.B. Aspirin (nicht für Kinder); Ibuprofen (Fiebersaft für Kinder bis 6 J. (z.B.
  • Nurofen junior-Saft, Tabl. für Kinder ab 6 J. und Erwachsene)
  • Durchfall-Loperamid-Tabl. (nicht für Kinder); Elektrolytersatz für Kinder (z.B. Oralpädon-Pulver)
  • ev. Malariamittel (s. bitte Malariainformation !)
  • Mittel gegen Reisekrankheit, Schlafstörungen
  • Sonnenbrand-Creme oder Lotion zur Behandlung (besser: Vorbeugen!)
  • Sonnenschutzmittel – beachten: Lichtschutzfaktor (LF) - mindestens 12, besser mehr!
  • Augen-,Nasen,-Ohrentropfen (z. B. Proculin - Augentropfen)
  • Wund- und Heilsalbe z. B. Mirfulan
  • Hautdesinfektionsmittel z. B. Braunol-2000 (brennt nicht!)
  • Mückenschutzmittel (z. B. Autan)
  • Fieberthermometer
  • Verbandmaterial – Pflaster, Kompressen, Mullbinden,(Pinzette, Schere: nicht im Handgepäck!)
  • Kondome
  • internationaler Impfausweis
  • Lebenswichtige Medikamente, wie Insulin oder Blutdruckmittel, sollten jeweils im Hand- und im Reisegepäck mitführt werden, um auch nach einem Diebstahl versorgt zu sein.
  • Bitte beachten: Insulin darf nicht über 30 Grad Celsius gelagert werden, ev. Kühlbox.
  • Generell muss vor der Einnahme eines Medikamentes die Empfehlung der Packungsbeilage beachtet werden.
  • Bei stärkeren und anhaltenden Beschwerden sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden!
  • Ein Taschenwörterbuch in der entsprechenden Landessprache kann bei der Verständigung gute Hilfe leisten.
Wir empfehlen dringend den Abschluss einer privaten Auslandskrankenversicherung (Krankenrücktransport!) und vor einer längerer Reise eine vorbeugende Untersuchung bei einem Zahnarzt.

Bitte beachten Sie: Diese Informationen ersetzen nicht die persönliche Beratung durch Ihren Arzt! Der Artikel ist nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Der Verfasser übernimmt jedoch keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben und kann nicht für Folgen aus dem Gebrauch der Informationen verantwortlich gemacht werden.

Arzneimittel

Frei verkäufliche Arzneimittel sind nicht mehr auf Kassenrezept verordnungsfähig. Sie können privat in der Apotheke gekauft werden. Ausgenommen von dieser Regel sind Kinder bis zum 12. Lebensjahr und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr mit Entwicklungsstörungen. Dafür erhalten Sie ein Privatrezept. Das sollte man zusammen mit dem Kassenbeleg der Apotheke gut aufheben, um später eventuell eine Befreiung von der Zuzahlung nach der 1%-Regelung geltend machen zu können.

Zusätzlich gibt es eine Liste mit Medikamenten, die trotzdem(ausnahmsweise) bei ausgewählten Erkrankungen auf Kassenrezept verschrieben werden können. Auch bei den frei verkäuflichen Arzneimitteln kann es deutliche Preisunterschiede geben. Für rezeptpflichtige Arzneimittel gelten folgende Zuzahlungsregelungen:
  • Zuzahlung pro Arzneimittel von 10% des Preises
  • mindestens 5 EUR
  • höchstens 10 EUR.
Auch hier kann gespart werden. Wenn preiswerte, wirkstoffgleiche Arzneimittel verordnet werden oder eine doppelt so hoch dosierte Tablette geteilt wird.

Rezepte

Wiederholungsrezepte und Überweisungsscheine können sie telefonisch oder persönlich an unserer Anmeldung bestellen. Sie können dazu auch unseren Briefkasten im Apothekendurchgang nutzen. Bitte vergessen Sie nicht die genaue Bezeichnung des Medikamentes, Name, Vorname und Geburtsdatum . Die Abholung ist ab dem nächsten Werktag möglich.

Hausbesuche

Bitte melden Sie Hausbesuche möglichst frühzeitig an. Für uns ist es sehr hilfreich, wenn Sie sich darauf vorbereiten, z.B. Fiebermessen. Bitte legen Sie soweit vorhanden bereit:
  • Krankenversichertenkarte
  • Medikamentenplan
  • Bescheinigung über Zuzahlungsbefreiung bzw. Zuzahlungsbetrag